Boot auf türkisem Wasser von oben

Entspannung und Gelassenheit

Gelassener zu werden oder – wie wir es auch manchmal nennen – die Senkung eines erhöhten Arousals – ist ein Grundbaustein in vielen Psychotherapien. Und nicht nur dort: Für jeden ist eine insgesamt ausreichende Portion Entspannung und Gelassenheit wichtig, damit es einem gut geht, aber auch, um leistungsfähig zu bleiben.

Hinzu kommt, dass sich bei besserem Wohlbefinden viele psychische Symptome wie Ängste oder Zwänge bessern.

Möglichkeiten, gelassener zu werden, gibt es genug:

Ein guter Übungsweg, der gleichzeitig wichtige psychische Fähigkeiten trainiert, ist das Üben von Achtsamkeit. Hier gibt es unter dem Stichwort „MBSR“ (Mindfulness Based Stress Reduction) viele Videos im Internet. Eine recht bekannte Übung aus MBSR-Programmen ist der „Body Scan“, bei dem man in ca. 30 Minuten achtsam – d.h. im Wesentlichen konzentriert, wertschätzend und wertungsfrei – mit der Aufmerksamkeit durch den Körper wandert.

Auch unter dem Stichwort „Achtsamkeitsmeditation“ finden sich viele Übungen.

Eine andere Möglichkeit stellen klassische Meditationsübungen dar, bei der man sich beispielsweise auf den Atem konzentriert und mit der Aufmerksamkeit dort verweilt. Die Zeit hierfür kann absolut variabel gestaltet werden, von wenigen Minuten bis zu einer halben Stunde oder länger. Gleichwohl empfehle ich, eine eher kürzere, gut in den Alltag integrierbare, Übungsdauer zu wählen und lieber regelmäßig 10 Minuten als einmal wöchentlich eine Stunde zu üben.

Auch die Übungsvielfalt des Yoga bietet sehr gute Atemübungen, die auch im Internet zu finden sind. Überhaupt bietet sich Yoga, auch über die Atemübungen hinaus, gut als körperliches Training an.

Andere eher körperbetonte Techniken wie Tai Chi oder Qi Gong sind sicherlich empfehlenswert, allerdings habe ich selbst damit keine Erfahrung. Vielleicht findet sich unter Euch jemand, der etwas dazu sagen kann.

Nicht zuletzt existieren natürlich noch die ganzen klassischen Entspannungsverfahren, beispielsweise die in Kliniken sehr beliebte Progressive Muskelrelaxation (PMR) oder das Autogene Training.

Meine Erfahrung ist, dass Atemtechniken und Achtsamkeitsübungen bei den meisten am wirksamsten sind. Vorteilhaft ist dabei auch, dass sich beides jederzeit und überall anwenden lässt und man es auch bei psychischen Symptomen, z.B. Panikattacken, gut nutzen kann.

Teilweise bieten auch die Krankenkassen Zuschüsse für bestimmte Apps, die Entspannungstrainings anbieten (damit meine ich keine DIGAS, sondern wirklich „normale“ Apps) oder für entsprechende „analoge“ Kurse. Nachfragen lohnt sich also auf jeden Fall!

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